Presse:

Zweifaches Jubiläum des ÖZIV Voitsberg

Einer der größten ÖZIV Bezirksgruppen Österreichs ist die Bezirksgruppe Voitsberg, die es bereits seit fünfundfünfzig Jahren gibt, und das ÖZIV-Haus wurde vor fünf Jahren seiner Bestimmung übergeben. 

Der ÖZIV ist ein Interessensverband für Menschen mit und ohne Behinderungen, und alle arbeiten ehrenamtlich sowie auch der gesamte Vorstand. Walter Hackl war Gründungsobmann 1965, und seit 2015 führt Fritz Muhri die erfolgreiche Bezirksgruppe mit derzeit 397 Mitglieder*innen.

Das ÖZIV-Haus Voitsberg gibt es auch schon seit fünf Jahren  und  es ist einzigartig in Österreich. Denn  es gibt bis jetzt noch keine andere Bezirksgruppe mit einem  eigenen Haus, dass auch selbst renoviert wurde.

Dank Gernot Hackl, Heinz Wippel und Fritz Muhri konnte 2015 das ÖZIV Haus im Zuge der fünfzig Jahr Feier eröffnet werden. Dem damaligen Bürgermeister der Stadt Voitsberg Ernst Meixner ist es auch zu verdanken, der dem ÖZIV dieses baufällige Haus kostenlos zur Verfügung gestellt hat, mit der Auflage es zu sanieren.

Was am Anfang für unmöglich schien, wurde dann in erster Linie   dank Obmann-Stellvertreter Gernot Hackl doch möglich, der genug  Freiwillge und ehrenamtliche Helfer, und auch teilweise kostenlose Baustoffe organisieren konnte.

So konnte dann am 05.05.2015 zur Freude aller, und am *Europäischen Protesttag zur Gleichstellung Behinderter Menschen* das ÖZIV-Haus Voitsberg durch den damaligen Dechant  Mag. Dr. Erich Linhardt eingeweiht und eröffnet werden.

Neben den Ehrengästen BH Mag. Peißl, Bgm. Meixner, ÖZIV Bundesobmann Dr. Voget konnte auch Schauspieler August Schmölzer begrüßt werden. Der ÖZIV Voitsberg ist nicht nur einer der größten, sondern auch aktivsten Bezirksgruppen in der Steiermark.

So trifft man  sich jeden Mittwochnachmittag zum Kartenspielen im ÖZIV-Haus, jeden Donnerstag zum Kegeln in Maria Lankowitz und in der warmen Jahreszeit gibt es noch eine sehr aktive E-Bike Fahrradrunde. Und in Kegeln, Dart, Schnapsen und Spangerlschiessen gibt es auch schon mehrere ÖZIV Landesmeister*innen.

Dank dem langjährigen und zu früh verstorbenen Bezirksobmann Heinz Wippel gibt es den ÖZIV-Voitsberg überhaupt noch. Denn nach  Unstimmigkeiten im Jahr 1992  hat er den Verein übernommen, und 2015 bei der Einweihung des ÖZIV-Hauses mit damals 230 Mitglieder*innen an den jetzigen Bezirksobmann Fritz Muhri übergeben.

So ist das ÖZIV Haus ein Treffpunkt und Mittelpunkt für Behinderte Menschen aus der Stadt Voitsberg und den ganzen Bezirk geworden, und der Verein zählt heute bereits knapp 400 Mitglieder*innen.

Nicht behindert zu sein ist kein Verdienst sondern ein Geschenk - das uns jederzeit genommen werden kann.

BO u. Landespressereferent: Fritz Muhri

 

 

FÜNF Jahre ÖZIV Kartenrunde

Was vor fünf Jahren im März mit einer Idee begann, ist heute einfach nicht mehr wegzudenken. So treffen sich jeden Mittwochnachmittag auch in der Ferienzeit, bis zu  dreißig Mitglieder*innen des ÖZIV Voitsberg im eigenen Vereinshaus zum Kartenspielen. Meistens wird auf fünf Tischen das beliebte 4er *Bauernschnapsen* gespielt und auf einen großen Tisch oft mit bis zu zehn Frauen ein bei uns sehr beliebtes Spiel im Volksmund *Hos’n owi* genannt.

Voitsberg - 2020 ÖZIV Kartenrunde BG-Voitsberg

Das Kartenspielen geistig jung und fit hält beweisen eine 95 u. 90 jährige Frau, die fast jeden Mittwoch dabei sind. So sorgt der ÖZIV Voitsberg dafür, das Senioren sowie  auch Menschen mit einer Behinderung aus der Stadt  Voitsberg und aus den gesamten Bezirk einen Treffpunkt zur gemeinsamer sinnvoller Freizeitgestaltung haben, und damit einen großen Beitrag zur Inklusion leisten. Vor allem die Damen im nahegelegen betreuten Wohnen können kaum erwarten, bis es wieder Mittwochnachmittag wird.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei  Nora Eck und  Rosemarie Wabnigg  sowie auch bei meinen Stellvertreter Gernot Hackl recht herzlich bedanken, die abwechselnd jeden Mittwoch für das leibliche Wohl der Kartenspieler*innen sorgen. Ein Dankeschön auch den Kuchenbäckern  Irmgard Kafka und Werner Pfeifer, der auch den Damen beim servieren immer fleißig hilft.

Beim kommenden bereits traditionellen Osterschinkenschnapsen am Palmsamstag können alle Mitglieder*innen mitmachen, aber bei begrenzter Teilnehmerzahl.

Der ÖZIV Voitsberg hofft und wünscht sich, dass dieser wöchentliche Treffpunkt noch lange ein fixer Bestandteil in seinem vielseitigen Vereinsleben bleibt.  Und zusätzlich gibt es beim ÖZIV Voitsberg noch eine sehr aktive Kegelrunde die sich jeden Donnerstag trifft, und eine E-Bike Fahrradrunde.

Für den ÖZIV-Voitsberg: BO Fritz Muhri

 

Barrierefreiheit von Wahllokalen in der Steiermark
Bezirk * VOITSBERG *

Der ÖZIV Voitsberg setzt sich für Barrierefreiheit in Wahllokalen einDa in der Steiermark am 24. November die nächste Landtagswahl stattfinden wird, möchte der ÖZIV Voitsberg stellvertretend für alle ÖZIVBezirksgruppen in der Steiermark allen Bürgermeister*innen ans Herz legen, für Barrierefreiheit in ihren Wahllokalen zu sorgen, wenn es baulich möglich ist.

Damit auch Menschen mit Behinderungen ihre Stimme abgeben können. Denn an uns haben sich einige Menschen mit Behinderungen gewendet und berichtet, dass es bei der vergangenen Nationalratswahl in einigen Wahllokalen im Bezirk-Voitsberg einige Hindernisse gegeben hat.

Laut Wahllokalliste des Landes Steiermark von der Nationalratswahl am 29. September 2019, waren von den 63 Wahllokalen im Bezirk Voitsberg, 18 / also 28,5% noch immer nicht barrierrefrei.

Nur zur Erinnerung:

Seit dem 1. Jänner 2016 gilt das Gesetz der Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und das bedeutet, dass alle öffentlichen Gebäude barrierefrei zugänglich sein müssen. Unter barrierefrei wird verstanden, dass jeder Mensch mit einer Beeinträchtigung und ohne fremde Hilfe überall dort hinkommen muss, wohin es ein Mensch ohne Beeinträchtigung auch schafft.

Dabei erhöhen sich bei perfekter barrierefreier Planung die Gesamtbaukosten von neuen Gebäuden um maximal 1%, dies ist auch wissenschaftlich bewiesen. Barrierefreiheit erleichtert nicht nur Menschen mit einer Beeinträchtigung oder Behinderung den Alltag, sondern es profitieren auch ältere Menschen und Mütter mit Kinderwägen davon.

BO u. Landespressereferent: Fritz Muhri

 

Tageswerkstätte Stephanus

Die Entstehungsgeschichte von Stephanus ist eine ganz besondere. Den Anfang nahm sie im Heimathaus von Elfriede und Margarete Wurzinger in St. Stefan/R. Die Schwestern leben mit einer Behinderung und nach dem überraschenden Tod der Mutter wurde nach einer Lösung für ihre Betreuung gesucht. Damals entschied sich das Ehepaar Gerhard und Maria Roßmann mit seinen Kindern zu den zwei Frauen ins Haus zu ziehen und für die Betreuung und Pflege zu sorgen.

Landesgruppe - Foto-Presse-STEPHANUS

Das Zusammenleben eröffnete dem Geschwisterpaar im Alter von damals 40 und 41 Jahren trotz ihrer Behinderung eine völlig neue Welt. Sie erlebten das Wachsen der Kinder, konnten mit ihnen gemeinsam spielen und lernen. Sie übernahmen, soweit es ihre Behinderung zuließ, einfache Pflichten und hatten dadurch einen wertvollen Anteil am gelungenen Zusammenleben einer „Großfamilie“.

Durch die positiven Erfahrungen ermutigt, wurde eine Idee geboren. Man wollte gemeinsam mit Gleichgesinnten eine Institution gründen, die es Menschen mit Behinderung ermöglichen sollte, in einer familienähnlichen Umgebung unter Einbeziehung aller Elemente der Natur, insbesondere der Tiere und Pflanzen, in einer geregelten Tagesstruktur Produkte zu erzeugen und in ihrer Arbeit Achtung und Wertschätzung zu erfahren. In einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft, in der menschenwürdige Begegnungen, soziale Mitgestaltung sowie künstlerische und therapeutische Elemente im Sinne der menschlichen Grundbedürfnisse im Vordergrund stehen.

Chronik

  • 5. Juni 1993: Gründung des Verein „Sozialtherapeutische Lebens- und Arbeitsgemeinschaft“, kurz Verein Stephanus
  • 13. Februar 2000: Eröffnungsfeier der Tageswerkstätte und Betreuungsbeginn für 5 betreute Mitarbeiter
  • 13. Februar 2010: 22 Menschen mit Behinderung werden im Rahmen der Dienstleistung „Tagesstruktur“ und „produktiv/kreativ“ betreut
  • 11. Juni 2010: Grundsteinsteinlegung für den Erweiterungsbau
  • 7. Mai 2011: Eröffnung des Erweiterungsbaus - „Ein Fest des Dankes“
  • 19. Juni 2017: Eröffnung des überdachten Reitplatzes
  • September 2017: 32 Menschen mit Behinderung werden in 14 Werkstätten in den Dienstleistungen B&F (Begleitung und Förderung) und TaB (Teilhabe an Beschäftigung in der Arbeitswelt) begleitet
  • 2018: 25 Jahre Verein Stephanus

Im Sinne der UN-Konvention und unserem langjährigen Leitsatz „Jeder Mensch hat ein Recht auf Arbeit“ sehen wir es als Auftrag, dass jeder Mensch mit Behinderung in Arbeitsprozesse eingebunden werden kann – und diese Chance auch erhalten muss. Einzigartig in der Steiermark erfolgt die Umsetzung der Betreuung bei Stephanus in Kleingruppen.

Unsere Vision: engere Kontakte mit dem ersten Arbeitsmarkt für unsere betreuten Mitarbeiter. Wir pflegen persönliche Kontakte in der Gemeinde und bei Unternehmen in der Region und bauen Netzwerke für künftige Betriebskoordinatoren auf.

 

Mit den ÖBB barrierefrei nach Italien

Menschen mit Behinderungen arbeiten an der Entwicklung neuer Fernverkehrszüge mit.

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