Presse:

Barrierefreiheit von Wahllokalen in der Steiermark
Bezirk * VOITSBERG *

Der ÖZIV Voitsberg setzt sich für Barrierefreiheit in Wahllokalen einDa in der Steiermark am 24. November die nächste Landtagswahl stattfinden wird, möchte der ÖZIV Voitsberg stellvertretend für alle ÖZIVBezirksgruppen in der Steiermark allen Bürgermeister*innen ans Herz legen, für Barrierefreiheit in ihren Wahllokalen zu sorgen, wenn es baulich möglich ist.

Damit auch Menschen mit Behinderungen ihre Stimme abgeben können. Denn an uns haben sich einige Menschen mit Behinderungen gewendet und berichtet, dass es bei der vergangenen Nationalratswahl in einigen Wahllokalen im Bezirk-Voitsberg einige Hindernisse gegeben hat.

Laut Wahllokalliste des Landes Steiermark von der Nationalratswahl am 29. September 2019, waren von den 63 Wahllokalen im Bezirk Voitsberg, 18 / also 28,5% noch immer nicht barrierrefrei.

Nur zur Erinnerung:

Seit dem 1. Jänner 2016 gilt das Gesetz der Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und das bedeutet, dass alle öffentlichen Gebäude barrierefrei zugänglich sein müssen. Unter barrierefrei wird verstanden, dass jeder Mensch mit einer Beeinträchtigung und ohne fremde Hilfe überall dort hinkommen muss, wohin es ein Mensch ohne Beeinträchtigung auch schafft.

Dabei erhöhen sich bei perfekter barrierefreier Planung die Gesamtbaukosten von neuen Gebäuden um maximal 1%, dies ist auch wissenschaftlich bewiesen. Barrierefreiheit erleichtert nicht nur Menschen mit einer Beeinträchtigung oder Behinderung den Alltag, sondern es profitieren auch ältere Menschen und Mütter mit Kinderwägen davon.

BO u. Landespressereferent: Fritz Muhri

 

Tageswerkstätte Stephanus

Die Entstehungsgeschichte von Stephanus ist eine ganz besondere. Den Anfang nahm sie im Heimathaus von Elfriede und Margarete Wurzinger in St. Stefan/R. Die Schwestern leben mit einer Behinderung und nach dem überraschenden Tod der Mutter wurde nach einer Lösung für ihre Betreuung gesucht. Damals entschied sich das Ehepaar Gerhard und Maria Roßmann mit seinen Kindern zu den zwei Frauen ins Haus zu ziehen und für die Betreuung und Pflege zu sorgen.

Landesgruppe - Foto-Presse-STEPHANUS

Das Zusammenleben eröffnete dem Geschwisterpaar im Alter von damals 40 und 41 Jahren trotz ihrer Behinderung eine völlig neue Welt. Sie erlebten das Wachsen der Kinder, konnten mit ihnen gemeinsam spielen und lernen. Sie übernahmen, soweit es ihre Behinderung zuließ, einfache Pflichten und hatten dadurch einen wertvollen Anteil am gelungenen Zusammenleben einer „Großfamilie“.

Durch die positiven Erfahrungen ermutigt, wurde eine Idee geboren. Man wollte gemeinsam mit Gleichgesinnten eine Institution gründen, die es Menschen mit Behinderung ermöglichen sollte, in einer familienähnlichen Umgebung unter Einbeziehung aller Elemente der Natur, insbesondere der Tiere und Pflanzen, in einer geregelten Tagesstruktur Produkte zu erzeugen und in ihrer Arbeit Achtung und Wertschätzung zu erfahren. In einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft, in der menschenwürdige Begegnungen, soziale Mitgestaltung sowie künstlerische und therapeutische Elemente im Sinne der menschlichen Grundbedürfnisse im Vordergrund stehen.

Chronik

  • 5. Juni 1993: Gründung des Verein „Sozialtherapeutische Lebens- und Arbeitsgemeinschaft“, kurz Verein Stephanus
  • 13. Februar 2000: Eröffnungsfeier der Tageswerkstätte und Betreuungsbeginn für 5 betreute Mitarbeiter
  • 13. Februar 2010: 22 Menschen mit Behinderung werden im Rahmen der Dienstleistung „Tagesstruktur“ und „produktiv/kreativ“ betreut
  • 11. Juni 2010: Grundsteinsteinlegung für den Erweiterungsbau
  • 7. Mai 2011: Eröffnung des Erweiterungsbaus - „Ein Fest des Dankes“
  • 19. Juni 2017: Eröffnung des überdachten Reitplatzes
  • September 2017: 32 Menschen mit Behinderung werden in 14 Werkstätten in den Dienstleistungen B&F (Begleitung und Förderung) und TaB (Teilhabe an Beschäftigung in der Arbeitswelt) begleitet
  • 2018: 25 Jahre Verein Stephanus

Im Sinne der UN-Konvention und unserem langjährigen Leitsatz „Jeder Mensch hat ein Recht auf Arbeit“ sehen wir es als Auftrag, dass jeder Mensch mit Behinderung in Arbeitsprozesse eingebunden werden kann – und diese Chance auch erhalten muss. Einzigartig in der Steiermark erfolgt die Umsetzung der Betreuung bei Stephanus in Kleingruppen.

Unsere Vision: engere Kontakte mit dem ersten Arbeitsmarkt für unsere betreuten Mitarbeiter. Wir pflegen persönliche Kontakte in der Gemeinde und bei Unternehmen in der Region und bauen Netzwerke für künftige Betriebskoordinatoren auf.

 

Mit den ÖBB barrierefrei nach Italien

Menschen mit Behinderungen arbeiten an der Entwicklung neuer Fernverkehrszüge mit.

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